Je nach Ausprägung Bachelor, Master oder Diplomarbeit
Die üblichen Veranstaltungskalender von Ticketvertrieben verwenden meist eine einfache Textsuche oder ein komplexes Suchformular. Eine schrittweise Eingrenzung oder die Suche nach verwandten Veranstaltungen ist gar nicht oder nicht benutzerfreundlich möglich.
Veranstaltungen kategorisieren sich nach dem Künstler, der Aufführungszeit, Art/Stil und Ort. Schön wäre es nun, durch geeignete Software eine Fragestellung zu beantworten wie "Welche Indie-Bands spielen in meiner Nähe nächsten Samstag ab 19 Uhr?". Mit einem herkömmlichen Suchformular, in dem diese Einschränkungen selektiert werden können, ist, je nach Dichte der Angebotspalette und je nach Spezialisierung der Suche, die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Suchanfrage überhaupt keine Treffer ergibt.
Eine allgemeine Lösung für diese Problematik ist die sog. "Faceted Search" / "Faceted Browsing" Technik (http://en.wikipedia.org/wiki/Faceted_search), die zunehmend Verbreitung findet. Schöne Beispiele für den erfolgreichen Einsatz sind z.B. www.mercateo.com oder www.belvilla.de.
Die Suche eines Veranstaltungskalenders soll prototypisch auf die neue Technik umgestellt werden und die Einsetzbarkeit und Akzeptanz in dieser Einsatzdomäne evaluiert werden. Als spezialisierte Software kann das freie Projekt Apache Solr eingesetzt werden.
Kriterien für die Evaluierung sind z.B. Geschwindigkeit bzw. Lastverhalten, Bedienbarkeit, Verweilzeiten oder die Beurteilung eines verbesserten Verkaufsergebnisses.
Ausblick 1:
Im Unterschied zu herkömmlichen Onlineshops stehen Produkte im Ticketvertrieb nicht zu beliebigen Zeiten in ausreichender Stückzahl zur Verfügung. Eine mögliche Weiterentwicklung wäre daher auf Basis der zielgerichteten Suchanfragen eine Personalisierung der Website durchzuführen und zusätzlich eine Registrierung für einen "Veranstaltungswecker" oder auch einen wöchentlich zugestellten persönlichen Veranstaltungskalender zu ermöglichen.
Ausblick 2:
Um bei einem mäßigen Suchergebnis gute Alternativen vorschlagen zu können, wäre es denkbar, weitere Wissensbasen (z.B. last.fm) und Verkaufs- und Seitenbesuchsstatistiken auszuwerten.
Ausblick 3:
Ein weiteres Thema ist die Präsentation der Suchergebnisse. Statt einer Liste sind visuelle Elemente denkbar, um die Übersicht zu verbessern oder zum "Spielen" -und damit zum weiteren "browsen" im VA-Kalender- anzuregen. Z.B. Kalenderansicht, (Google) Maps, Visualisierung von verwandten Veranstaltungen.
Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns sehr über Ihre Bewerbung.
Die Aufgabe wird in Zusammenarbeit mit Sebastian Stober von der Otto-von-Guericke-University Magdeburg angeboten.